Aktuelles

News, Termine und Veranstaltungen

// Achtung! Wichtige Informationen zum Corona-Virus

Auch der Lebensperspektiven e.V. verfolgt weiterhin kontinuierlich die Entwicklungen zum Corona-Virus und wir passen unsere Aktivitäten flexibel an sich verändernde Situationen an.

Um der Ausbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken, fallen diverse geplante Veranstaltungen aus bzw. werden bis auf Weiteres verlegt.

Bitte beachten Sie, dass sich die Situation fortlaufend verändert und nutzen Sie die kontinuierlich aktualisierten Informationen der Behörden, insbesondere des Robert-Koch-Instituts.

Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeitenden!!!

Auch wir reagieren auf das Corona-Virus mit den entsprechenden Maßnahmen, aber in unseren stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe müssen die Bewohner*innen dennoch betreut werden. Wir sind stolz auf unsere engagierten Mitarbeiter*innen, die bei aller bestehenden Unsicherheit auch weiterhin für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Sie agieren kreativ und aktiv, um auch weiterhin einen pädagogischen, förderlichen und bedarfsorientierten Alltag sicherzustellen.

// Neues FLIO-Programm online (inkl. wichtige Mitteilung)

Unser neues FLIO-Programm für das erste Halbjahr 2021 findet ihr unter https://www.flio-lp.de, die passenden Programmhefte zum Durchblättern sind in der Region verteilt bzw. liegen aus.

Aufgrund der Corona Pandemie finden bis auf weiteres keine FLiO-Kurse & Veranstaltungen statt! Sobald Änderungen dieser Maßnahmen durch die Bundes- bzw. Landesregierungen erfolgen, werden wir hier sofort darüber informieren (nach Bekanntmachung der weiteren Vorgaben durch die Bundesregierung). Die neue FLiO-Homepage wird nach dem Lockdown online gehen - inkl. neuer und noch besserer Kurs- sowie Programm-Übersicht.

26.04.2021 // Wenn Katzen mehr Rechte als Menschen haben. Was ist aus Deutschland geworden?

Die Katze lässt das Mausen nicht, sagt ein Sprichwort. Das muss sie auch nicht lassen, denn Katzen (Korrekt im Genderdeutsch: und Kater) dürfen sich weiterhin auch nachts frei bewegen und tun oder lassen was sie wollen.

Bei uns Menschen sieht das schon anders aus: Ausgang war bislang nur eine Messgröße für Inhaftierte und Soldaten. Nun trifft es uns alle und Ausgangssperren bzw. Ausgangsbeschränkungen verbieten uns längst nicht nur das Fangen von Mäusen nach einer bestimmten Uhrzeit. Als wohlbehütete, mit Vollpension und Streicheleinheiten verwöhnte Katze hat man es wahrhaftig gut getroffen. Wer an Reinkarnation glaubt, darf es sich gern wünschen…

Doch was wünschen sich Menschen, die in der sozialen Arbeit tätig sind und mit allerlei Nöten und Sorgen – sich in der Corona-Zeit erheblich zuspitzend – konfrontiert werden?

Zunächst ein Zitat aus einer Denkschrift, die die Leiterin einer Mutter-Kind-Einrichtung im Verbund des Vereins Lebensperspektiven e.V. im Angesicht ihrer Pandemie-Erfahrungen verfasst hat.

„All das, was im Rahmen des SGB VIII entwickelt wurde um die Kinder zu sehen und den Familien Hilfe zu bieten wird auf ein Minimum runtergefahren. Die Kinder werden wortwörtlich „nicht gesehen“, sie sitzen in ihren Systemen und sind gefangen. Keiner sieht, was nun in den Wohnungen geschieht, aber schockiert ist die Gesellschaft dann, wenn die Medien berichten, welche fürchterlichen Ereignisse in Familien geschehen. Die Mitarbeitenden des Jugendhilfesystems erleben eine unglaubliche Not und Hilflosigkeit ihrer Klienten und die Angst vor der Ungewissheit.

Zitatende. Das klingt noch zu abstrakt? Das hört sich an wie in einer sachlichen Reportage?

Nun gut, dann machen wir die Tatsachen konkreter und nehmen den Charakter einer Dokumentation an.

Möglicherweise sollen unsere Kinder besser in Bethäusern lernen da hier die Hygienestandards auf eine zusammentreffen on 100 Erwachsen unberücksichtigt bleiben dabei begleitende Kinder unter 14 Jahren.

Es kommt zu Nebenwirkungen des „Jeder bleibt zuhause“. „Wann werde ich meine geliebten Eltern wiedersehen können?“ fragen sich die Jungen und Mädchen. Sie leiden unter der Ungewissheit. Sie leiden still oder weniger still. Gefühle in Worte zu fassen ist oft nicht leicht. Deswegen werden Trauer, Ungewissheit und Verzweiflung anders sichtbar. Das Ausreißen von Haaren und das Einkoten bei Kindern, die an der Schwelle zum Jugendlichen stehen, können – ja müssen – wir berichten. Tränen fließen und fast schon flehende Briefe, geschrieben von Kindern in holperiger Sprache und doch sehr ausdrucksstark, lesen wir.

Lässt uns das unberührt angesichts der Notwendigkeit der Virenabwehr? Sicher nicht. Verlassen uns jetzt die Beispiele? Sicher auch nicht, doch den Rahmen zu sprengen, ist nicht unser Ziel. Tatsächlich befinden wir uns in einem Spagat… und ein langer Spagat fängt an, wehzutun… nicht nur beim Bodenturnen. Unser bildlicher Spagat liegt wie ein Dilemma darin, einerseits den größtmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten und andererseits die sozialen Bedürfnisse der uns anvertrauten jungen Menschen nicht zu übersehen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir sind keine Querdenker oder Verschwörungstheoretiker. Wir sind eher Realisten, die aus der Praxis für die Lebenswirklichkeit das Wort ergreifen, ohne dabei den eben erwähnten schmerzenden Spagat nicht mehr zu spüren.

Tatsächlich sehen wir uns eher als Längsdenker: Das bedeutet, dass wir versuchen bis zum Ende zu denken, was natürlich ein eher illusorisches, wenngleich bemühtes, Ziel ist. Wir möchten alle Beteiligten mitnehmen, die Kinder, Jugendlichen, Menschen mit Behinderung und von uns begleitete Familien. Niemand soll übersehen werden, vor allem nicht die Menschen, die keine Lobby haben und sich quasi in Eigenregie nicht äußern können. Gern bieten wir uns als Partner im Dialog an: Als Berater für Politiker, Berichterstatter für Medien oder einfach als Mitbürger. Die Idee, die Kinder zum Spielen in die freikirchlichen Bethäuser zu schicken – denn dort gibt es noch die Chance auf Treffen in großer Gemeinschaft – verwerfen wir lieber jetzt schon.

Zum Abschluss ein Hinweis auf ein von Kindern gemaltes Bild, das lächelnde Gesichter zeigt und auf dem zu lesen ist: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ Das gilt eben nicht nur für die Katze und die Maus… wobei es eher aus Sicht der Katze zutreffend sein dürfte. Menschen brauchen dreidimensionale soziale Kontakte!

Wem das Gesagte zu emotional und vielleicht übertrieben erscheinen mag, der sei daran erinnert, dass das sich aus Verzweiflung Haare ausreißende Mädchen in der Wirklichkeit unserer sozialen Arbeit gerade durch ihre Emotionalität den Maßstab der Realität setzt.

Immerhin bleiben die Frisöre geöffnet… vielleicht hilft das ja.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Lebensperspektiven e.V.

Stemwede, 26.04.2021

14.04.2021 // Es ist so weit! Sie sind gefragt... der Endspurt steht bevor und unser aller Engagement ist von Nöten, um noch auf den letzten Metern Einfluss zu nehmen!

Foto: dpa/Bundesrat (offizielle Nutzung)

Der Bundestag wird vermutlich am 15./16.4.2021 abschließend über den Gesetzesentwurf zum SGB VIII beschließen. Wir wissen derzeit noch nicht, was das Ergebnis der Verhandlungen hinter den Kulissen (vor allem zwischen Bund und Ländern) sein wird. Man scheint daran interessiert zu sein, dass man sich „einigt“ und Unterschiede zwischen Bundesregierung und Bundesrat auszuhandeln, denn sonst wäre der Gesetzesentwurf bereits in der nächsten Woche im Bundestag vorliegend. Es ist wohl weiterhin geplant, das Gesetz bereits am 7.5.2021 durch den Bundesrat zu bringen.

Wie alle „Interessensvertreter“ es tun, wollen auch wir uns bemerkbar machen und zeigen, dass wir hier große Problem am Horizont aufsteigen sehen, wenn einige sehr problematische Bereiche der bisherigen Gesetzesentwürfe so verabschiedet würden.

Wir möchten Sie sehr herzlich bitten, sich mit uns „bemerkbar zu machen“ und auf den letzten Metern hier sich so zahlreich wie möglich mit Mails an die Bundestags-Abgeordneten, vor allem auch Landtagsabgeordneten, sowie den StaatssekretärInnen in den Länder-Familienministerien bemerkbar zu machen – möglichst bis zum 11.4.2021, damit die Adressaten unseren Protestes noch zeitig genug wahrnehmen. Unsere über 25jährige Kinder-/Jugendhilfeerfahrung hat uns darin bestätigt, dass man bis zur finalen Sitzung des Bundesrates Dinge beeinflussen, mitgestalten, verändern oder verschieben kann.

Man hat im Bundesfamilienministerium, sowie bei den einzelnen Bundestagsparteien auch jetzt wieder zur Kenntnis nehmen müssen, dass es da eine engagierte Jugendhilfelandschaft gibt, die sich unbequem einmischt und die Finger in einige „Wunden legt“.

Sicherlich ist es das Eine, dass Fach- und Jugendhilfefachverbände sich mit ihrer Expertise und jahrelangen Lobbyarbeit in den Gesetzgebungsprozess einbringen. Es ist aber etwas Anderes, wenn Sie, die nicht in irgendwelchen Abhängigkeiten oder Rücksichtnahme-Überlegungen stecken, hier Ihren Unmut, Ihre Praxiserfahrung und ihre Forderungen einbringen.

Wir fügen unten stehend einen Musterbrief bei, der die Kernpunkte der Bedrohungen durch die bisherigen Gesetzesentwurfs-Ideen herausgearbeitet hat. Uns ging es dabei weniger um eine Stellungnahme zu einzelnen Detailregelungen, sondern einerseits um die Folgen für unsere Möglichkeiten gute Kinder- und Jugendhilfe zu machen, und andererseits um die fachlichen und finanziellen Dynamiken, die mit dem Umsetzen der Gesetzesvorhaben entstehen werden. Wir sind überzeugt davon, dass diese denkbaren Konsequenzen bei vielen Akteuren vor Ort noch überhaupt nicht angekommen sind.

Bitte sehen Sie diesen Musterbrief als Anregung, bringen Sie so viel eigene Erfahrungen oder Argumente ein, wie Sie wollen bzw. zeitlich können.

Senden Sie diese Info und diesen Brief auch an so viele KollegInnen wie möglich.

Vielen Dank für Ihr Engagement! Wir können noch Einfluss nehmen, wenn viele mitmachen!

Sgb Viii 2021 Musterbrief

14.04.21 // Rechte von Kindern

Wir vom Lebensperspektiven e.V. begrüßen, dass die Europäische Kommission in ihrem Entwurf auf die Belange und Rechte von Kindern Bezug nimmt. Es fehlt allerdings eine systematische und damit de facto durchsetzbare Sicherstellung der Rechte von Kindern. Die Vielzahl von Richtlinien und Verordnungen greifen keineswegs wie angekündigt "nahtlos” ineinander. Dadurch entstehen Regelungslücken und eine Unübersichtlichkeit, die einen effektiven Schutz von Kindern und die flächendeckende Umsetzung ihrer Rechte verhindern.

Deshalb fordern wir die Bundesregierung und die Europäische Union dazu auf, sich insbesondere für die folgenden konkreten Verbesserungen der aktuellen Reformvorschläge einzusetzen:

  • Besonderen Schutzbedarf von Kindern systematisch prüfen und kindgerechte Unterbringung von Anfang an sicherstellen - auch im Screeningverfahren
  • Sicherstellung eines umfassenden unabhängigen Monitoring-Mechanismus
  • Keine Grenzverfahren für Kinder
  • Keine Haft oder haftähnliche Bedingungen
  • Keine Anwendung sicherer Drittstaatenkonzepte auf Kinder
  • Alterseinschätzung „im Zweifel für die Minderjährigkeit“
  • Vormundschaft und rechtlicher Beistand für alle alleinreisenden Kinder
  • Keine Rücküberstellungen von unbegleiteten Kindern sowie Stärkung der Rechtsschutzmöglichkeiten im Zuständigkeitsverfahren
  • Familienzusammenführung im Zuständigkeitsverfahren erleichtern
  • Menschenrechte bei Sekundärmigration wahren
  • Rückkehr von Kindern nur, wenn es dem Kindeswohl dient
  • Kinderrechte auch bei der Zusammenarbeit mit Drittstaaten wahren

26.02.2021 // Elternwohl vor Kindeswohl? Corona als Prüfung für die Würde unserer Kinder!

Eine Frau, die von ihrem Partner geschlagen wird, kann sich zur Wehr setzen und den Schläger bei den Ermittlungsbehörden anzeigen. Sie kann sich der Gewalt entziehen und in ein Frauenhaus ausweichen. Wohlgemerkt: Sie KANN das tun. Ob sie es wirklich in eine Handlung umsetzt, sei dahingestellt. Haltekräfte – auch in einer toxischen Beziehung - gibt es viele.

Ein Kind, das von seinen Eltern oder einem Elternteil geschlagen, in anderer Form misshandelt, missbraucht, vernachlässigt oder rigide erzogen wird, kann sich nicht wehren. Es ist absurd, sich vorzustellen, dass sich ein sechsjähriges Kind allein und aus eigenem Entschluss zum Jugendamt aufmacht oder gar zur Polizei geht. Was die Eltern tun oder lassen ist in den Augen des Kindes in seinem Urvertrauen nämlich so gut wie immer richtig.

Dem Kind bleiben im besten Fall vertraute LehrerInnen, ErzieherInnen im Kindergarten oder vielleicht TrainerInnen im Sportverein als AnsprechpartnerInnen bei überbordendem Kummer. Und hier findet sich die gedankliche Brücke zur Corona-Pandemie und den damit verbundenen Lock-Down-Einschränkungen. Kitas und Schulen haben wenigstens zeitweise geschlossen und Sport im Verein darf nicht stattfinden. Die Kinder sind zwangsläufig auf das Leben in der Familie zurückgeworfen.

Nun wissen wir aus der Kriminologie, dass die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt gegen Kinder enorm hoch ist. Die Hypothese, dass die Dunkelziffer aktuell geradezu explodiert sei, ist daher sicher nicht absurd. Wir wissen tatsächlich von SozialarbeiterInnen, die schier daran verzweifeln, zu wissen in welchen Familie gerade Gewalt ausgeübt wird und die ohnmächtig dastehen. Die Überwachungsfunktionen der pädagogischen Fachkräfte in Kindergärten und der LehrerInnen in den Schulen fallen zurzeit gänzlich aus. Sie sehen die Kinder buchstäblich nicht. Sie haben keine Chance auf Anhaltspunkte von erlebter Misshandlung zu reagieren. Aus dem lokalen Gesundheitsamt ist durch die Leiterin zu hören, dass momentan die schulärztliche Versorgung auf ein Minimum reduziert werden musste.

Bereits vor Corona war bekannt, dass jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen ist. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Betroffen sind Frauen und Kinder aller sozialen Schichten. Schon das Miterleben durch die Kinder ist eine Kindeswohlgefährdung! Frauen und Mädchen, welche in patriarchalen Familien- und Gesellschafstrukturen leben und kaum unsere Sprache sprechen, sind höchst gefährdet.

Gerade in der jüngsten Vergangenheit gab es – wie zuvor erwähnt - aufgrund von Corona bedingten Beschränkungen weniger Sozialkontrolle durch Schule, FreundInnen, Verwandte, ÄrztInnenund Betreuungspersonen. Die Rate an häuslicher Gewalt ist vielerorts gestiegen, was erste Studien belegen; auch wenn die Pandemie noch lange nicht überstanden ist. Kurzum: Die protektiven Faktoren gegenüber den Misshandlungen von Kindern unterliegen „dank“ Corona einer Lähmung bzw. Unfähigkeit zur Aktion.

Doch es ist nicht nur die körperliche Gewalt gegenüber Kindern. Auch das vielbeschworene Home-Office leistet seinen Teil. Wie das? Eltern arbeiten zu hause. Die Kinder sind zu hause. Das Home-Schooling liegt als (Über)Forderung auf den Schultern der Eltern – oder eben nicht – und dann werden die Jungen und Mädchen Bildungsnachteile erfahren. Das Arbeiten, das Führen des Haushalts, das Kümmern um den Nachwuchs liegen außerdem auf den Schultern der Eltern. Das bedeutet in zahlreichen Fällen nichts Anderes als erheblichen negativen Stress. Die schon erwähnte Überforderung tritt ein. Die Grenzen zwischen Familie und Job, zwischen Frei- und Arbeitszeit verschwimmen in bedrohlich verstörendem Maße. Die Kinder bleiben dabei schnell auf der Strecke. Die verschiedenen Rollen der Eltern, als Vater oder Mutter, als ArbeitnehmerIn, als PartnerInund letztlich als Individuum mit dem Bedürfnis nach selbstbestimmter Freizeit finden inzwischen nicht mehr auf verschiedenen Bühnen statt, sondern einzig und allein „at home“. Für die Kinder allein muss sich Home-Office ziemlich absurd anfühlen. Denn Mama und Papa sind doch da und haben trotzdem keine rechte Zeit fürs Spielen, Erklären, Kuscheln und Toben. Eine unbegreifliche Quadratur des Kreises eröffnet sich in den Kinderaugen.

Außerdem macht Gelegenheit sprichwörtlich Diebe. Das bedeutet als Binsenweisheit der Kriminologie oder ganz brachial ausgedrückt, dass die Hemmschwelle zur Kindesmisshandlung sinkt, je weniger die Gefahr der Aufdeckung besteht. Beispielsweise nutzte ein zur Gewalt neigender Kindesvater die Gelegenheit des Lock-Downs, um in eine Mutter-Kind-Einrichtung, den Schutzraum für Mütter und Kinder, einzudringen und sein Kind an sich zu reißen; es mutmaßlich zu entführen.

Was ist zu resümieren? Sehr einfach: Die Kindeswohlgefährdungen stiegen potentiell (Risikobetrachtung) als auch in tatsächlichen Zahlen der Forschung aus Hell- und Dunkelfeld im Zuge der Pandemiedauer besorgniserregend an.

Und das hat mehr Konsequenzen als nur Traurigkeit oder ein paar „blaue Flecken“ bei den Kleinen. Oft handelt es sich leider um schwere Verletzungen. Dissoziale Störungen können auftreten, Lethargie oder Hyperaktivität sind nicht auszuschließen. Schulversagen und Drogenkonsum mögen Resultate der Kindeswohverletzung werden. Die Negativkonsequenzen sind an dieser Stelle nicht abschließend aufgezählt.

Ist das etwas übertrieben? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Denn dass Alkohol und Zigaretten nicht schwer krankmachen müssen, ist unbestritten; doch gleichwohl sind zahlreiche Raucherbeine oder Leberzirrhosen die Folgen des Abusus dieser legalen Suchtmittel.

Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen, wird in diesen Tagen politisch diskutiert. Wäre das Festschreiben in der „Mutter aller Gesetze“ eine Hilfe? Schwer zu sagen. Einerseits unterstreicht diese Idee den Gedanken des Schutzes der Rechte von Kindern. Das ist gut und ehrenwert. Außerdem würde es für ein öffentliches Bewusstsein für das Thema sorgen. Andererseits ist die Würde des Menschen im Grundgesetz Artikel 1 unmissverständlich manifestiert. Gesetze zur gewaltfreien Erziehung, dem Kindeswohl, dem Entzug der elterlichen Sorge usw. finden wir u.a. im StGB, im BGB und im SGB VIII. Soweit, so gut. Leider hilft das dem traumatisierten Kind nicht wirklich konkret.

Gerade in einer solchen Zeit finden im Bundestag Lesungen zur SGB VIII-Novelle, (Anhörung 1. Lesungen am 28.1.2021 um 9.40 Uhr und am 22.2.2021 eine Sachverständigenanhörung), statt. Wieder einmal steht zu hoffen, dass nicht ein Gesetz zur Stärkung des Elternrechtes ausgebaut wird und es steht weiterhin zu hoffen, dass die Akteure das Kindeswohl zu sichern nicht vergessen oder übersehen. Ein jedenfalls erfreulicher Aspekt soll jedoch erwähnt werden: Die Lesung findet nicht – wie vor 4 Jahren - um Mitternacht statt.

Es zeigte sich nun auf den letzten Metern, dass insbesondere beteiligte Verbände zufrieden sind, da sie endlich ihr Tortenstückchen erhalten haben, was sie dazu motiviert, doch gleich die gesamte Torte mehr oder weniger zu „schlucken“. Man ist sich einig: „Das lieber jetzt so, als etwas Anderes...“ Nun denn, das sind vor allem nicht die Vorstellungen derjenigen, zu denen u.a. der Autor gehört, nämlich die, die um die weitere Entwicklung der ambulanten aufsuchenden Erziehungshilfen Bange haben. In diesen Diskussionen um die SGB VIII-Reform zeigte und zeigt sich ja insgesamt, wie wenig die Jugendhilfe im Gesamtsystem - und hier die ambulanten aufsuchenden Erziehungshilfen insbesondere - gehört werden. Wie soll man dann effektiv Kinder schützen?

Schauen wir also auf die andere Seite der sprichwörtlichen Medaille, nämlich die Eltern als die zur sicheren, gesunden, förderlichen Erziehung ihrer Sprösslinge berufenen Personen. Was wird für die Eltern seitens des Staates getan? Wie werden sie in der Corona-Krise begleitet und unterstützt?

Zuerst einmal zum Thema der Kosten. Kinder kosten wirklich Geld. Die Summen, die der Staat an Kindergeld und sonstigen Leistungen, z.B. im Rahmen des ALG II, für Kinder ausschüttet, sind immens. Ist also der finanzielle Anreiz eine Art Turbo für die Zeugungsraten? Sind die Angebote zur Kinderbetreuung (vom BGH gerichtlich festgestelltes Recht auf Kita-Platz) ein Weg um die Arbeitszeiten der Eltern zu ermöglichen? Die Unterstellung, die Kinder zu zukünftigen Rentenbeitragszahlern, Konsumenten und Arbeitskräften zu deklassieren, sei hier wenigstens erlaubt.

Die Familienpolitik der großen Koalition fördert Mütter, die Familie und Beruf vom bereits ersten Geburtstages ihres Kindes an verbinden wollen. Das entbehrt nicht jeder Vernunft, denn Mütter haben schon ein Recht, sich beruflich zu etablieren und nicht in die antiquierte Rolle der abhängigen, unselbstständigen Hausfrau und Mutter zu rutschen. Kaum jemand fragt allerdings danach, wie es sich für ein Kind anfühlt, den ganzen Arbeitstag der Eltern in eine Außer-Haus-Situation abgeschoben zu werden. Eine Erinnerung an allein das erste Jahr mit der Mama wirkt nicht sonderlich erstrebenswert. Dass sich das auf die Ausbildung von Bindungsfähigkeit, Intelligenz und Phantasie auswirkt, ist zu unterstellen. Sicher ist jedoch die Einbuße an familiärem Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn der kleine Junge bzw. das kleine Mädchen seine Eltern und Geschwister nur abends oder am Wochenende sieht und erlebt. Der Kampf ums benötigte Einkommen triumphiert über das Geborgenheit stiftende System der Familie. Das „Gute-Kita-Gesetz“ sei an dieser Stelle erwähnt. Waren etwa die Kitas vor diesem Gesetz schlecht? Hoffentlich nicht, doch sind nunmehr Gewissen und Möglichkeiten der Eltern zur Abgabe ihres Kindes zumindest aufpoliert. (… es sei denn, die Kitas waren vor dem Gesetz wirklich Schrott…)

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) sollte helfen. Gemäß § 27 SGB VIII haben nämlich Personensorgeberechtigte „bei der Erziehung eines Kindes (…) Anspruch auf Hilfe (…), wenn eine dem Wohl des Kindes (…) entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist“. Erinnern wir uns an die ersten Zeilen: Die Eltern haben Anspruch auf Hilfe, sie können zum Jugendamt gehen. Die Kinder werden den Hilfen versprechenden Weg nicht gehen.

Das Heer der leidenden Kinder wird im Zuge der Corona-Krise immer größer, doch die zum Jugendamt ziehenden Elternzahlen wachsen nicht. Paradox? Die Realität und die Erfahrungen aus zahllosen betreuten Fällen (also jungen Menschen!) zeigt, dass der Weg zum Jugendamt nicht eben niederschwellig zu gehen ist. Ein Eingestehen von Versagen, ein Befürchten von staatlicher Autorität und eine Angst vor Stigmatisierung hemmen viele Eltern. Oft sind es Familien, die sich ohnehin am unteren Rand sozialer Selbstverwirklichung befinden.

Da stehen wir nun vor einer hässlichen Situation: Corona macht Angst und einsam, die Kinderrechte können die Rechtssubjekte kaum selbst wahrnehmen und die Eltern könnten sich schlimmstenfalls in der relativ komfortablen Zone der Elternrechte ausruhen, oder gar die staatlichen Maßnahmen pro Kindeswohl sabotieren. Denn auch in Situationen, in denen sich Söhne oder Töchter in der Obhut der Heimerziehung befinden, besitzen die Eltern jedenfalls teilweise noch das Sorgerecht. § 1666 BGB ist ein scharfes juristisches Schwert und die Ultima Ratio, wenn es um die Erziehungsunfähigkeit geht. Bei Streitigkeiten müssen Gerichte entscheiden, doch auch die sind durch die Pandemiesituation gehemmt und verhandeln tatsächlich nur noch selten.

Was tun? Gibt es Ideen?

Ja, die gibt es. „Stadtteilmütter“ sind ein Projekt, das aus Berlin stammend, nun auch in Minden-Lübbecke verwirklicht werden soll. Angehörige einer Peer-Group (z.B. Migrantenfamilien) werden ausgebildet, um mit den entsprechenden Peers in den Stadtteilen, sozialen Brennpunkten und Quartieren in Kontakt zu kommen. Man redet sozusagen in derselben Sprache miteinander; wirklich auf Augenhöhe. Tabuthemen wird es weniger geben. Bildung, Gesundheit, Erziehung, staatliche Hilfen, Gewaltabstinenz u.v.m. sind die Themen zu denen Klartext gesprochen werden soll. Eine Vernetzung mit professionellen Hilfen ist gegeben, wird allerdings erst im zweiten Schritt aktiviert. Kommunikation und Vertrauensaufbau stehen an erster Stelle. Warum werden nicht auch „Stadtteilväter“ ausgebildet und tätig? Es scheint ein vielversprechendes Konzept zu sein, das durch die zurzeit im Lock-Down verschlossenen Türen der Familien die Soziale Arbeit bringen kann.

Ein „Elternführerschein“ als Verpflichtung für werdende Eltern ist sicher auch keine schlechte Idee. Kenntnisse und Kompetenzen für die Rolle als Vater oder Mutter gratis zu erwerben, kann vielleicht manche Kindeswohlgefährdung in der Zukunft ersparen. Nur als Denkanstoß: Den so genannten Hundeführerschein gibt es bereits.

Verpflichtende persönliche Vorstellungen der Jungen und Mädchen in Schule und Kita unter Wahrung der Corona-Schutzmaßnahmen sind doch wirklich nicht utopisch. Ein bereits maximal viertelstündiges Gespräch zwischen z.B. LehrerIn und SchülerIn hält Beziehung, verunsichert „potentielle TäterInnen“ und schafft einen fachlichen Blick auf den Zustand des jungen Menschen; auch und gerade in der Corona-Zeit. Ein Mittel zur Gefahrenabwehr wird hier deutlich.

Als LeserInmag man abschließend darüber enttäuscht sein, dass nicht mehr Ideen präsentiert werden. Das ist zu akzeptieren, doch die Intention dieses Textes ist in erster Linie die folgende: Ein soziales Problem ist qua Definition erst dann ein solches, wenn es in der Öffentlichkeit beachtet und diskutiert wird. Und da unter den Corona-Bedingungen die soziale Isolierung eher wächst und die Gefahren für Kinder gleich mit, soll die Gefahr des Übersehens (schlimmer noch des Ignorierens) reduziert werden.

Das Kindeswohl ist oft eine Prognosefrage. Und manchmal bleibt einem nichts Anderes übrig, als resignativ festzustellen: Wenn die leiblichen Eltern es lange Zeit nicht geschafft haben, ihr Kind so zu erziehen und zu behüten, dass sein Wohl nicht gefährdet ist, werden sie es auch prognostisch nicht schaffen.

Manuela Schwesig (SPD) sagte einmal: „Kinder brauchen Verlässlichkeit. Sie müssen wissen, wo sie herkommen und wo sie hingehören.“ Das sei für Pflegekinder schon schwerer als für andere Kinder. „Sie erleben oft Beziehungsabbrüche, Bindungsverluste und Brüche.“

Als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens der Sozialen Arbeit beschäftigt sich der Verfasser dieser Zeilen schwerpunktmäßig mit dem Thema Kindeswohlgefährdung, sexuellem Missbrauch und der Diagnose „seelische Behinderung“ von Kindern.

Als Autor stehe ich gern mit meinen Erfahrungen, Erlebnissen und Kenntnissen bereit, das Problem nicht nur zu beschreiben, sondern zukünftig auch zu praktikablen Lösungen zu kommen.

Lebensperspektiven e.V.

Stemwede, 26.02.2021

17.02.2021 // Stellungnahme zum Bundesratsbeschluss vom 12.2.2021 zum Kinder – und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) Drucksache 5/1/21 – Auswirkungen auf den Kinderschutz in Deutschland

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des vorbezeichneten Bundesratsbeschlusses wende ich mich heute an Sie mit der Bitte um Unterstützung für niedrigschwellige Hilfen im Kinderschutz für junge Menschen und Familien.

Ich sehe die Grundlagen der beratenden und unterstützenden Hilfen im Rahmen des Kinderschutzes durch die Empfehlungen des Bundesrates in Frage gestellt. Das Anliegen, junge Menschen vor Gewalt in allen Formen zu schützen, steht im Fokus der Kinder- und Jugendhilfe. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die ständige Weiterentwicklung der fachlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen unabdingbar. Das Ziel der Empfehlungen des Bundesrates wird daher unterstützt.

Die Umsetzung gefährdet jedoch die Begleitung der jungen Menschen und Familien.

So zum Beispiel die vorgeschlagene Einführung einer allgemeinen Warnpflicht für Jugendämter im § 8a Abs. 3 SGB VIII-E (Empfehlung BR Ausschüsse). Dieses steht im Konflikt mit dem Ziel des Kinder und Jugendhilfegesetzes, Vertrauen zu schaffen. Ein weiteres Beispiel der Gefährdung der Hilfen für junge Menschen ist die in den Empfehlungen angeführte Informationspflicht für Berufsgeheimnisträger. (§ 4 Abs. 3 KKG-E).

Wie sollen sich die Menschen den Fachkräften anvertrauen, wenn gerade in Situationen zur Sicherstellung des Kindeswohls die Informationspflicht ohne Beteiligung der jungen Menschen und Familien erfolgen kann?

Sie finden die gemeinsame Stellungnahme unterschiedlicher Professionen und Fachverbände unter https://www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/verbaendestellungnahme-zum-bundesratsbeschluss-vom-12-februar-2021

Ich bitte Sie um Unterstützung auf unserem gemeinsamen Weg des Kinderschutzes und der Hilfen für die jungen Menschen und Familien und fordern:

1. § 8a Abs. 3 S. 3 SGB VIII-BeschlussBR/6 streichen !
2. § 4 Abs. 3 KKG-BeschlussBR/53 streichen !
3. § 4a KKG-BeschlussBR/55 streichen !

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Pannen
Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.

22.01.2021 // Offener Brief an die deutsche Politik für mehr Aufmerksamkeit auf die soziale Isolation der Menschen mit Behinderung und der Menschen in sozialen Brennpunkten - Geschrieben vom Geschäftsführenden Vorstand und Gründer des Lebensperspektiven e.V. Lothar Pannen

#offenerbriefandiepolitik

Die Pandemie ist ein Brennglas auf das, was uns eigentlich zusammenhält und was gerade ins Wanken gerät

Der gemeinnützige Verein Lebensperspektiven e.V. in Stemwede ist ein seit inzwischen 26 Jahren aktiver freier Träger von sozialer Arbeit.

Mit der Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus gGmbH betreiben wir Kinder- und Jugendhilfe nach dem SGB VIII.

Mit der Ambulante Pädagogische Lebenshilfen gGmbH bieten wir ambulante Hilfen für Menschen jeden Alters, vornehmlich für Klienten (m/w/d) mit psychischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen nach den SGB VIII und XII an.

Die Servicehaus Stemwede gGmbH arbeitet als Inklusionsbetrieb im Sinne des § 215 SGB IX. Menschen mit und ohne Behinderung sind Schulter an Schulter im Handel und Handwerk tätig.

Besuchen Sie uns doch gern unter lebensperspektiven-ev.de

Als geschäftsführenden Vorstand des Unternehmensverbundes beschäftigt mich – nicht nur beruflich – die Pandemie seit dem März 2020. Lassen Sie mich daher meine Gedanken und Erfahrungen, Fragen und Unsicherheiten mit diesem Schreiben als Bürger und Leiter eines sozialen Unternehmens mit mehr als 250 Mitarbeitenden sowie ca. 195 zu begleitenden Menschen mitteilen.

Über die medizinischen Erscheinungen der CoViD19-Infektion zu berichten, kann an dieser Stelle unterbleiben. Darüber finden sich genug Informationen von Experten. Doch Corona bewirkt mehr, als sich in unseren Atemwegen einzunisten und krank zu machen. Es befällt ohne es natürlich zu wissen oder zu wollen, Abläufe, Strukturen, Funktionen unserer Gesellschaft und damit fordert es mehr als die verzweifelte Gegenwehr in den Intensivstationen.

Die Corona-Regeln sind inzwischen kaum noch übersehbar, geschweige denn „anwenderfreundlich“. Die Regeln ändern sich häufig – und werden es weiter tun. Von Bundesland zu Bundesland gilt Unterschiedliches. Es stellt sich schon fast eine Dankbarkeit ein, wenn die Bundeskanzlerin für alle Ministerpräsidenten spricht und Allgemeingültiges verkündet. Doch nicht nur die Inhalte ändern sich, sondern auch die Grundhaltung: Vom Unterschätzen zum Erkennen des Ernstes der Lage. Bodo Ramelow ist ein Paradebeispiel hierfür. Kann man ihm das vorwerfen? Das kann man tatsächlich, denn wer lesen, zuhören und ernstnehmen kann, der konnte wissen, was uns blüht.

Nun haben wir also den sinnbildlichen Corona-Salat. Ein dichter Dschungel aus Regeln, Verordnungen, Gesetzen, amtlichen und nichtamtlichen Mitteilungen, Verfügungen, Erlassen, Bitten und Empfehlungen hat sich aufgetan.

Doch was macht das mit unserem sozialen Zusammenhalt, dem Gefüge, das uns vertraut und teuer ist?

Grundrechte werden eingeschränkt. Es gibt Ausgangssperren und Kontaktverbote. Die Gewerbefreiheit ist in ihrer Ausübung reduziert. Kinder dürfen zwar in vollen Bussen fahren, jedoch nicht mehr in Gruppen in ihrer Freizeit gemeinsam spielen.

Die Frage, ob das nicht alles sowieso über kurz oder lang auf uns zugekommen wäre, wird gestellt.

Aha, die Digitalisierung sei also nur beschleunigt worden und der Niedergang des Einzelhandels wäre eh ein Produkt der Zukunft gewesen. Die Zukunft gehöre in Wirklichkeit dem Internet, auch dem Online-Versandhandel. Die Subventionen des Staates seien nur ein künstliches Programm zur Lebenserhaltung der Fußgängerzonen.

Ist demnach die Pandemie ein Brandbeschleuniger für das, was sowieso gesellschaftlich marode und brüchig, schwach und instabil geworden ist?

Nein. Ganz sicher nicht. Die Pandemie ist vielmehr ein Brennglas auf das, was uns eigentlich zusammenhält und was gerade ins Wanken gerät. Ein paar Beispiele werden das erläutern.

Ausgangssperren werden erlassen: Wer hätte das außerhalb von Kriegszeiten für möglich gehalten? Und doch sind sie Realität geworden, auch wenn der Stemweder Bürgermeister die Widerrechtlichkeit einer Ausgangssperre annimmt.

Diskussionen werden nicht selten zu handfestem Streit. Andersdenkende sind jedoch zu akzeptieren. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Rechtsgut. Damit wird klar, dass eben auch Kritiker der staatlichen Maßnahmen Gehör finden müssen. Niemand darf sie als „Aluhut-Träger“ oder „Covidioten“ abstempeln. Wir müssen miteinander reden und unterschiedliche Meinungen gelten lassen. Vielleicht gelingt es sogar, den anderen zu überzeugen – im Einzelgespräch am Arbeitsplatz oder auf der großen Demonstration vor dem Reichstag. Hören wir also zu: Die FDP zeigt sich übrigens aktuell diesbezüglich bemerkenswert kritisch, konstruktiv und vielleicht sogar inspirierend.

Sind die Besucher der Skipisten in Winterberg anzuklagen? Familien mit Kindern sind es größtenteils. Mit Namen und Gesicht erscheinen sie ohne Rücksicht auf die Privatsphäre in den Nachrichten… wie an einem elektronischen Pranger. Wissen sie denn nicht, was sie tun? Sie werden es schon wissen, denn ihr Streben nach Familienzeit im Schnee sind sie nicht nur gewöhnt, sondern sie haben es sich nach Monaten des Home-Office, Home-Schooling und der Einschränkungen vielleicht sogar „sozial verdient.“ Doch ist das moralisch vertretbar? Eine Frage über die es sich wenigstens zu diskutieren lohnt, ohne pauschal und vorschnell zu (ver-)urteilen.

Müssen wir Glaubensgemeinschaften derartig öffentlich vorgeführt erleben, wenn sie ihr Grundrecht auf Religionsfreiheit ausüben? Natürlich freut sich ein Corona-Virus über eine Zusammenballung von Menschen in einem geschlossenen Raum mit allerhand Aerosolausstoß durch Gesang. Doch ist wirklich zu unterstellen, dass bei den Gottesdiensten die AHA-L Regeln missachtet wurden? Oder gab es möglicherweise ein Schutz- und Hygienekonzept? Wie auch immer: Das Ausüben von Grundrechten als moralisch verwerflich bzw. unsolidarisch oder gar gefährlich zu beschreiben ist wenigstens schwierig. Und um es (vielleicht?) zu überspitzen: Die Einschränkung der Religionsfreiheit in Deutschland gab es zuletzt in einer Zeit, die uns wahrlich nicht als Muster dienen darf.

Ist in solchen Krisen die föderative Struktur der Bundesrepublik noch sinnvoll, wenn 16 Länder quasi eigene Brötchen backen und die Fragezeichen in den Köpfen der Bevölkerung immer größer werden? Muss sogar die Kanzlerin ein Machtwort sprechen oder überschreitet sie damit ihre Kompetenzen? Nun, CoViD19 ist eben keine etwas schwerere Grippe, sondern eine lebensgefährliche Krankheit, doch einen Fall im Sinne der Landesverteidigung anzunehmen, ist übertrieben. Oder nicht? Oder was? Oder wie? Viele Fragen tauchen auf.

Unstreitig sind jedoch einige Tatsachen, die anhand von realen Beispielen nachstehend beschrieben werden:

Unternehmensleitungen und Leitungskräfte in Sozialbehörden können sich nicht mehr ihrem Tagesgeschäft widmen, da die Beschäftigung mit der Pandemie ihre Zeit und Energie und Mitarbeitenden und Kommunikationsstrukturen und sonstige Ressourcen bindet. Das Virus schädigt also indirekt die der Hilfe Bedürftigen und führt zu weiteren sozialen Nöten und Ängsten; ohne dass es dabei um die Krankheitssymptome geht. Wie werden diese Verantwortlichen unterstützt? Antworten mag es geben, z.B. stellt die Bundeswehr Personal für die Gesundheitsämter. Doch reicht das? Strukturen beinhalten auch immer strukturelle Gewalt und daher kann im Moment niemand ernsthaft mit den zuvor genannten Personen tauschen wollen. Deren Verantwortung wächst fast schon buchstäblich ins Unermessliche.

Einrichtungsleitung von Altenheimen brechen zusammen, weil das Sterben nie in so hohen Zahlen, nie so nah und doch immer die Hoffnung besiegend, so brutal und unerwartet kommt.

Nicht vorerkrankte Ärzte sterben oder erkranken schwer; gleichsam die Pflegekräfte. Die Helfer werden zu Opfern. Das macht sprachlos vor Betroffenheit. Die Triage-Diskussion war bisher nur bei Militärärzten ein wirkliches Thema in der Ausbildung. Nun setzt sich das Personal jedes Krankenhauses damit auseinander. Auch wenn wir noch keine Zustände wie zu Beginn der Pandemie in Italien haben: Der Horror steht buchstäblich vor unseren Gesichtern.

Sozialpädagogen in sozialen Brennpunkten brechen buchstäblich zusammen, weil sie um die Gefährdung der Kinder wissen, welche gerade in diesem Moment stattfindet. Die häusliche Gewalt nimmt in den Lock-Down-Zeiten zu. Das Dunkelfeld wächst in nicht zu leugnendem Maß. Frauen und Kinder sind meistens die nicht zu sehenden und schweigenden Opfer. Sozialarbeiter berichten von ihrer Ohnmacht, denn Wohnungen sind verschlossen und oft sind es die Münder der Opfer auch. „Ängste essen Seelen auf.“ Unsere Gerichte sind in ihrer Arbeit gehemmt, da Verhandlungen „dank“ Corona oft nicht stattfinden. Ein am 4. Dezember des letzten Jahres gestellter Antrag, der das Wohl eines Kindes zum Inhalt hat, ist bislang nicht entschieden worden. Täter-Opfer-Ausgleiche können nicht stattfinden. Die Polizei ist mit Aufgaben beschäftigt, mit denen sie vor der Pandemie nicht befasst war. Straftäter nutzen diese Lücken und handeln unter Ausnutzung günstiger Gelegenheiten, z.B. beim Versuch des Eindringens in eine geschützte Mutter-Kind-Einrichtung. Der Betrieb der Jugendämter ist durch zahlreiche Home-Office-Tätige eingeschränkt, deren Erreichbarkeiten von Akten nicht sichergestellt sind. Dialoge zwischen den Case-Managern sind erschwert. Notunterbringungen steigen dramatisch an. Die Plätze sind begrenzt. Fachkräftemangel rächt sich nicht nur in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Auch in der Kinder- und Jugendhilfe ist das Personal gefordert wie nie zuvor. Zur Überforderung ist es nur ein winziger Schritt.

Mehrkosten in der Kinder- und Jugendhilfe werden nicht oder nur schwerlich anerkannt. Unbestreitbar ist jedoch, dass manche Fachkräfte bis zu 90% ihrer Zeit dem Umgang mit dem Corona-Regelwerk pp. widmen müssen, wobei der pädagogische Auftrag sich eben nicht verändert hat. Eine massive Schieflage entsteht und Leidtragende sind die Jungen und Mädchen, die oft gar nicht richtig wissen, was da überhaupt mit ihnen geschieht. Traumatisierungen, Bindungsstörungen und schlicht das Bedürfnis nach schützender Zuwendung sind nämlich zu Corona-Zeiten eher noch größer als sozusagen vorher.

Klare, eindeutige, unmissverständliche Anweisungen und Vorgaben sind eher die Seltenheit. Wer hat wann welchen Maskentyp zu tragen? Wie werden Besuchs- und Heimfahrten geregelt? Viele Fragen, doch wenig Antworten vom Landesjugendamt beim LWL. Da war und ist nicht selten der eigene Entschluss in der Hoheit des Trägers gefragt.

In den weiterhin geöffneten Nahversorgungsmärkten des Trägers Lebensperspektiven e.V. wurden Kundinnen und Kunden dem Personal gegenüber verbal und körperlich aggressiv, schlichtweg, weil Einkaufswagen bei jedem Einkauf mitzunehmen sind. Das entspricht den behördlichen Vorgaben. Trotzdem erzürnt es Kunden. Der Einkaufswagen mutiert zum Zündmittel für aufgestaute Wut oder ähnliche Gefühle. Das freundliche Hinweisen auf die Pflicht zum Tragen einer Maske durch eine Verkäuferin verängstigte eine ältere Kundin. Sie fühlte sich bevormundet und durch den vermeintlichen Befehl verstört. Ein Kunde, der andere Kunden um das Tragen einer Maske ersucht, wird von einem dritten Kunden unflätig beschimpft: Er solle sich gefälligst nicht einmischen. Ein unverschämtes Schubsen gab es inklusive. Aus dem anderen Blickwinkel erleben wir unser Verkaufspersonal – darunter einige Menschen mit (auch psychischer) Behinderung – verzweifelt, betroffen und verletzt. Ein Ping-Pong-Spiel aus Unverständnis, Frustrationen und Verzweiflung findet da statt.

Ersetzen wir „Ping-Pong“ letztlich durch „Fragen-Antworten“. Es gibt viel mehr als das medizinische und virologische Thema im Umgang mit diesem quälenden Virus. Es gibt die Themen der Psychologie, Pädagogik und der Soziologie. Klingt abstrakt? Nun gut, nennen wir es anders: Wie verständnisvoll, fürsorglich und deutlich wollen wir alle mit unseren Mitmenschen umgehen? Darüber zu reden lohnt sich, denn es gibt Vieles und Viele zu schützen; vor dem Virus und vor Ignoranz.

Pandemien sind die große Stunde der Wissenschaftler und der helfenden Berufe: Ärztinnen retten Menschenleben, Epidemiologen und Virologinnen analysieren Verbreitungswege, Sterberaten und Krankheitsverläufe. Pharmazeuten, Chemikerinnen und Biologen entwickeln Arzneimittel und Impfstoffe. Ohne sie wären wir dem Corona-Virus hilflos ausgeliefert. An Rechtsgelehrten als notorischen Bedenkenträgern besteht dagegen kein Bedarf. Oder doch? Tatsächlich wirkt sich das Fehlen eines kohärenten, Ebenen-übergreifenden „Pandemierechts“ auch auf die Arbeit der „Heldinnen und Helden in Weiß“ aus.

Die „Corona-Weltreise“ ist demnach mehr als eine Abwägung von Rechtsgütern. Es geht tatsächlich um uns als Mitglieder dieser Gesellschaft und unsere Zukunft im Sinne des Überlebens als Personen und des Überlebens von Werten, Strukturen und allem was uns lieb und teuer ist… und bleiben soll. Verbesserungen sind jedoch willkommen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Selbstverständlich würde mich eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Pannen

Stemwede, 21.01.2021

21.01.2021 // Wir trauern um Bernd Hemker

In der Nacht vom 10.01. auf den 11.01.2021 ist nach kurzer schwerer Krankheit Bernd Hemker im Alter von 68 Jahren verstorben. Bernd Hemker war für die Der Paritätische NRW tätig und langjähriger Fachberater in unserer Einrichtung. Wir trauern um einen Weggefährten und werden ihn an unserer Seite sehr vermissen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Menschen, die ihm nahestanden. Folgend der Link zum Kondolenzbuch auf der Ombudschaft Jugendhilfe NRW - Webseite: https://ombudschaft-nrw.de/kondolenzbuch/

17.12.2019 // Pressetext: Große Backaktion mit Kindern im Hunte-frische-Markt

30 kg Teig, 5 kg Streusel und Glasur…

Das wurde zusammen beim vorweihnachtlichen Backen mit Kindern im Hunte-frische-Markt verbraucht. Dieser liegt mitten im Herzen von Hunteburg und war am 26.11. und am 3.12.2019 Schauplatz einer fröhlichen Backaktion mit Kindern des Katholischen Kindergarten Regenbogen und des Evangelischen Kindergartens. 32 Vorschulkinder legten sich mächtig ins Zeug und waren mit Feuereifer beim Backen und anschließenden Verzieren dabei. Die Kekse landeten aber nicht nur in den eigenen Bäuchen, sondern waren auch für einen guten Zweck bestimmt: sie wurden auf dem Hunteburger Weihnachtsmarkt an der Bude des Hunte-frische-Marktes verkauft, die Erlöse gehen dann an beide Kindergärten.

Den Supermarkt mitten in Hunteburg bringen viele noch mit der Familie Dörfler in Verbindung, die ihn über Jahrzehnte betrieben und erfolgreich aufgebaut hatte. Im April 2016 eröffnete der neue Betreiber, die Servicehaus Stemwede gGmbH, unter dem neuen Namen Hunte-frische-Markt. 2018 wurde dann endgültig umgebaut und modernisiert. Neben dem etablierten Sortiment mit großem Getränkehandel und Frischfleischtheke gibt es zusätzliche attraktive Angebote für die Kunden. Ziel ist es, sowohl Waren als auch Dienstleistungen „unter einem Dach“ anzubieten – wie ein echter Marktplatz. Jung und Alt, jeder ist willkommen. Die Besonderheit des Hunte-frische-Marktes: Unter dem Leitgedanken der Inklusion arbeiten dort Menschen mit und ohne Behinderung zusammen – ohne Benachteiligung, mit identischer Bezahlung und mit der Verpflichtung zur Leistung. Das Team freut sich über viele Kunden, die nicht nur frische Lebensmittel kaufen möchten, sondern sich auch für funktionierende Inklusion interessieren.

Beim Hunte-frische-Markt handelt es sich um ein Projekt der Servicehaus Stemwede gGmbh – unter dem Dach des Vereins Lebensperspektiven aus Stemwede-Haldem. Dieser betreibt auch den beliebten Hahme-frische-Markt in Haldem.

25.09.2019 // Pressetext: „Andere nennen das Chaos, wir nennen das Familie“

Entlastung für frischgebackene Eltern: wellcome-Standort in Lemförde feiert Eröffnung

Es wurde richtig groß gefeiert: In Lemförde eröffnete am 25. September ein neuer wellcome-Standort. Zu den Feierlichkeiten in den Räumlichkeiten des FLiO (Familienleben im Ort) an der Hauptstraße 85 hatten Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.), Michael Nießing (wellcome Leitung) und die wellcome-Koordinatorin Melanie Petring eingeladen.

Wer steckt hinter wellcome? Schon am 5. September wurde in Rahden ein weiterer wellcome-Standort eröffnet. Träger von wellcome in Rahden und nun auch Lemförde ist der gemeinnützige Verein Lebensperspektiven aus Stemwede-Haldem, der auch die in der Region bekannten FLiOs (Familienleben im Ort) betreibt.

Was ist wellcome? 2002 gründete die Sozialpädagogin Rose Volz-Schmidt in Hamburg das Unternehmen wellcome, das mittlerweile mehr als 230 Standorte in Deutschland, der Schweiz und Österreich hat. Ziel ist es, Eltern nach der Geburt ihres Kindes zur Seite zu stehen und dort zu entlasten, wo es möglich ist. Denn in dieser Phase verändert sich extrem viel - für viele ganz unerwartet und stärker als gedacht: „Andere nennen das Chaos, wir nennen das Familie“, berichtete Rose Volz-Schmidt schmunzelnd.

Das wellcome-Team selbst sieht sich „als moderne Nachbarschaftshilfe für Eltern, die unbürokratische Unterstützung im ersten Lebensjahr des Babys bietet und den Alltag der Eltern entlasten möchte“.

Am Eröffnungstag war das Interesse groß und dementsprechend viele geladene Gäste anwesend. Lothar Pannen begrüßte alle und nutze die Gunst der Stunde, um auch „ein Herzensprojekt“ vorzustellen, das dann druckfrisch mit persönlicher Widmung verteilt wurde: „Familienwohnen – mehr als ein MuKi“. MuKi steht für Mutter-Kind-Haus, dieses Buch wurde gemeinsam mit großem Engagement von den Klienten bzw. den Müttern und den betreuenden Fachkräften des Lebensperspektiven e. V. geschrieben.

In ihrer Rede verdeutlichte Rose Volz-Schmidt sehr anschaulich, wie ihr damals die Idee für das Angebot gekommen war: „Der Grund waren meine beiden Kinder, Lea und Johannes. Die beiden sind Zwillinge und haben uns vor eine unerwartete Herausforderung gestellt, wir sind damit kaum zurechtgekommen.“ Im Gespräch mit anderen Eltern wurde ihr damals klar, „dass ich anfing, meine Sorgen mit anderen zu teilen und dadurch gemerkt habe, dass damit ein Tabu gebrochen wurde.“ Sie merkte, dass sie mit dem Problem nicht alleine war, es aber kaum Möglichkeiten zur Bewältigung gab: „Ich wusste, dass ich mit den Kindern in der Anfangszeit keine Kapazitäten frei hatte, um etwas gegen dieses Problem zu tun. Aber danach war ich mir sicher, dass in die Richtung etwas geschehen muss.“ Also wurde sie aktiv – mit dem Resultat, dass wellcome dieses Jahr 17jähriges Bestehen feiert.

Zum Start des Standortes in Lemförde war auch die Schirmherrin für das Land Niedersachsen, Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) anwesend. Sie wünschte viel Erfolg: „Das braucht unsere Gesellschaft. Der Bezug, den Kinder in dem Alter zu ihren Eltern haben, ist wichtig und beeinflussend für das spätere Leben. Wenn Eltern überlastet sind, kann das schlechte Auswirkungen auf die Zukunft des Kindes haben. Das Schöne ist, wie familiär die ehrenamtlichen Helfer ihre Aufgabe bewältigen. Dadurch sind nicht nur die Eltern entlastet, sondern die Kinder oft ebenfalls glücklich und finden darüber hinaus Bezugspersonen, die eine große Rolle in der Entwicklung des Kindes spielen können.“ Das Erfolgsrezept von wellcome sieht sie darin, dass „Sie authentisch sind.“

Auch der anschließende Redner Dr. med. Holthaus, Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme, begrüßte das neue Angebot ausdrücklich: „Die Geburt ist die Basis unseres Lebens. Ich lebe seit 20 Jahren hier und finde wellcome sehr gut und sinnvoll.“ Denn Großfamilien, die Hilfe nach der Geburt anbieten könnten, würde es immer weniger geben. Auch herrsche ein großer Mangel an Hebammen.

Cord Bockhop, der Landrat des Landkreises Diepholz, wünschte ebenfalls viel Erfolg und verzichtete aufgrund eines weiteren Termins auf seine Rede.

Abschließend berichtete Bernd Richter, Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer, anschaulich über seine Erfahrungen als Vater von zwei Kindern: „Ich kenne die Schwierigkeiten und weiß, wie wichtig es ist, junge Familien nach der Geburt zu unterstützen.“ Und zwar Landesgrenzen übergreifend, wie er augenzwinkernd bemerkte.

Der Start von wellcome ist gelungen. Durch den neuen Standort können ab sofort auch Eltern aus Lemförde und der Region von dem Angebot profitieren und in ihrem Alltag entlastet werden.


Bildunterschrift:

Begrüßten den neuen wellcome-Standort in Lemförde: (v.l.) Melanie Petring (wellcome Koordinatorin), Dr. med. Holthaus (Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe Krankenhaus St. Elisabeth in Damme), Bernd Richter(Geschäftsführender Gesellschafter Rila Feinkost Importe und amtierender Präsident des Rotary Clubs Stemwede-Dümmer), wellcome Gründerin Rose Volz-Schmidt, Dr. Carola Reimann (niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e. V.), Cord Bockhop (Landrat des Landkreises Diepholz) und Jessica Trylus (wellcome Koordinatorin)

25.09.2019: Pressetext: Lebensperspektiven - Tag der offenen Tür bei der AmPäL in Lemförde

Strahlender Sonnenschein lockt Besucher: Der Verein Lebensperspektiven e.V. stellt sich beim Tag der offenen Tür zahlreichen Gästen vor

In jedem Jahr schließt sich der Tag der offenen Tür an die Jahreshauptversammlung des Vereins Lebensperspektiven e.V. an und stellt reihum die Einrichtungen des Vereins vor. Nun bot sich die Möglichkeit die Ambulanten Pädagogischen Lebenshilfen gGmbH (kurz: AmPäL) in Lemförde und ihre Arbeit näher kennenzulernen. Diese Chance nahmen viele Besucher und auch Familien der Klienten bei bestem Wetter wahr. Neben fachlichen Informationen bei Führungen durch die Einrichtung, gab es passend zum diesjährigen Thema „Westernstadt“ auf dem Außengelände einiges zu Erleben und Auszuprobieren.

Zum Beginn des Festes fand eine kurze Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Marcus Fleige, Hans-Henning Köchy (1. Stellv. Bürgermeister der Gemeinde Stemwede), Jürgen Gläscher (Ratsmitglied, Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Generationen, Sport und Kultur der Gemeinde Stemwede) sowie durch Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand des Lebensperspektiven e.V.) statt. Im Anschluss daran bot sich bei strahlendem Sonnenschein jede Menge Gelegenheit die unterschiedlichen Aktivitäten auszuprobieren. So konnte man sich beim Rodeo-Reiten versuchen, Gold waschen, Hufeisenwerfen testen oder sich auf dem Ponyrücken eine Runde übers Grün tragen lassen. Die Hüpfburg stand ebenso wieder zum Austoben parat. Auch Kulinarisches wurde geboten, so dass sich die Besucher am aufgebauten Hot Dog- und Burger-Buffet stärken oder mit Getränken erfrischen konnten.


05.09.2019 // Pressetext: Guter Start - wellcome-Eröffnung in Rahden

Neue Form der Nachbarschaftshilfe: mit wellcome sorgt ein neues Hilfsangebot in Rahden dafür, dass junge Familien nicht alleingelassen werden

Das Baby ist da. Die Freude ist riesig – und dann geht auf einmal gar nichts mehr. Durchwachte Nächte, Geschwisterkinder, die ihr Recht fordern, der ganz normale Alltag: Das alles geht an die Substanz. Glück hat, wer dann auf die Hilfe von Großeltern oder Nachbarn zählen kann und auch mal zum Verschnaufen kommt.

Was aber, wenn man ganz auf sich gestellt ist? In Rahden gibt es nun ein neues Hilfsangebot: wellcome. Während des ersten Lebensjahres ihres Kindes erhalten Mütter und Väter dank wellcome tatkräftige Unterstützung im Alltag: von Ehrenamtlichen, die sie zum Beispiel zum Kinderarzt begleiten. Oder die mit den Geschwisterkindern spielen, um sie zu beschäftigen. Eine weitere Möglichkeit: Sie passen eine Weile auf das Baby auf, damit das erschöpfte Elternteil etwas Schlaf nachholen kann.

Wer steckt hinter wellcome? Träger von wellcome in Rahden ist der gemeinnützige Verein Lebensperspektiven aus Stemwede-Haldem, der in der Feldstraße 4 das FLiO (Familienleben im Ort) betreibt. In diesen großzügigen Räumlichkeiten fand nun die offizielle Eröffnung statt. Als Gäste mit dabei waren u. a. Andreas Bothe (Staatssekretär im NRW-Familienministerium), die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann und Bürgermeister Honsel. Sie wünschten – gemeinsam mit den anderen zahlreichen Gästen – dem 42. wellcome-Standort in NRW einen guten Start.

Nachdem Lothar Pannen, der geschäftsführende Vorstand des Lebensperspektiven e. V., die Begrüßungsrede gehalten hatte, berichteten die Koordinatorinnen Melanie Petring und Jessica Trylus stolz über erste Erfolge: „Den ersten Einsatz hat das Team unserer ehrenamtlichen Helfer bereits hinter sich“. Die Beiden sind in Zukunft die Ansprechpartnerinnen für alle interessierten Familien nicht nur in Rahden, sondern auch im gesamten Lübbecker Land.

Bei der Eröffnungsfeier gab es einen Ehrengast: Rose Volz-Schmidt, die wellcome 2002 gegründet hatte. Und zwar aus eigener Betroffenheit, denn: „Mit der Geburt meiner Tochter fing es an“. Damals habe vieles gestimmt: „Wir bekamen ein Wunschkind und waren als Eltern perfekt auf die Geburt vorbereitet. Dazu war Beruf und Familie eigentlich gut vereinbar“. Es kam aber dann kam doch alles anders. Die Geburt war schwieriger als erwartet, der Urlaub, den sich ihr Ehemann genommen hatte, bald vorbei… Rose Volz-Schmidt war mit ihrer Tochter allein zu Haus: „Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass man sich als erwachsene Frau so hilflos fühlen kann“. Denn sie hatte keine Hilfe - keine Nachbarn, keine Verwandte in Wohnortnähe, kein Netzwerk.

„Es gibt einen großen Bedarf an dem Hilfsangebot von wellcome, das ist eine willkommene Ergänzung der „Frühen Hilfen“, freute sich auch Albert Neff, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Krankenhaus Lübbecke-Rahden. Er bietet die Kooperation an: „Gut, dass ich mit dem Krankenhaus Lübbecke so nah dran bin – ich wünsche mir eine ganz enge Zusammenarbeit mit der Geburtshilfe in Lübbecke“.

So hilft wellcome:

Ansprechpartnerinnen für wellcome in Rahden sind die Erzieherin und Psychologische Beraterin Melanie Petring und die Diplom-Pädagogin und Systemische Paar- und Familientherapeutin Jessica Trylus. Erreichbar sind sie unter: Tel. (0 54 74) 8 90 32 84 oder per E-Mail: rahden@wellcome-online.de

Die beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen vermitteln den Kontakt zu den ehrenamtlichen wellcome-Mitarbeitern, beraten und informieren auch über andere „Frühe Hilfen“. Bei Inanspruchnahme des Angebots wird eine einmalige Vermittlungsgebühr erhoben, die einzelnen Hilfeleistungen werden mit Stundensätzen, die sich auch nach den finanziellen Möglichkeiten richten, berechnet. Damit werden zum Beispiel die Versicherung und die Fahrtkosten der Ehrenamtlichen finanziert.

wellcome ist auf das Engagement von Ehrenamtlichen angewiesen. Wer Interesse hat, kann sich ebenfalls an die beiden Koordinatorinnen wenden. Weitere Infos gibt es unter www.wellcome-online.

Bildunterschrift:

Einen gute Start für wellcome in Rahden wünschen: v.l.n.r. Melanie Petring (wellcome-Koordinatorin), Lothar Pannen (Geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e.V.), Albert Neff (Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Krankenhaus Lübbecke-Rahden), Rose Volz Schmidt (wellcome-Gründerin), Jessica Trylus (wellcome-Koordinatorin), Andreas Bothe (Staatssekretär im NRW-Familienministerium), Andrea Berghaus-Micke (wellcome-Landeskoordinatorin), Bianca Winkelmann (Landtagsabgeordnete) und Bürgermeister Bert Honsel.

04.07.2019 // PRESSE: Besuch im Kühlhaus war begehrt – genau richtig bei den tropischen Temperaturen

Inklusion wird selbstverständlich gelebt / Im Herzen von Hunteburg: spannender Besuch beim Hunte-frische-Markt und dem neuen Kinderhaus Dümmerland

Hunteburg. Am 30.6.2019 fand die bekannte Aktion „Wir sind Hunteburg“ mit verkaufsoffenem Sonntag statt. Auch der Hunte-frische-Markt an der Dammer Str. 14 beteiligte sich – hier hatten Interessierte die gute Möglichkeit, mal „hinter die Kulissen zu blicken“. Das neue Kinderhaus Dümmerland direkt über dem Hunte-frische-Markt öffnete ebenfalls seine Türen und zeigte den Besucherinnen und Besuchern die fast fertiggestellten Räume. Ab dem 1. August soll die offizielle Inbetriebnahme stattfinden und bis dahin ist noch einiges zu tun.

Um 13, 15 und 17 Uhr sollten eigentlich die Führungen starten – so war es angekündigt. Allerdings fanden aufgrund des großen Interesses auch zwischendurch Begehungen statt. So konnte man im Kinderhaus Dümmerland schon gut erkennen, wo bald die zwei Wohngruppen mit gesamt 12 stationären Wohnplätzen für Kinder von 4 bis 12 Jahren ihr neues Zuhause finden werden. „Die Wohngruppen bieten den Kindern familiär orientierte Alltagsstrukturen, die Raum für Spiel, Erfahrungen und soziales Lernen in der Gruppe lassen“, erklärte Christine Petersen, Fachbereichsleiterin Heilpädagogisches Wohnen. Durch diese Förderung soll jedes Kind mit seiner Persönlichkeitsentwicklung wachsen und Verantwortung für sich und andere übernehmen lernen. Aber nicht nur die Sozialkompetenzen, auch die motorischen Fähigkeiten sollen trainiert werden. Dafür ist zukünftig die Einrichtung eines Motorikförderzentrums und eines Snoezelraums im Innen- sowie ein Niedrigseilgarten im Außenbereich geplant. Die offenen Türen am 30.6. waren durchaus als Symbol zu verstehen, denn das Kinderhaus Dümmerland möchte sich auch für andere öffnen.

Den Supermarkt mitten in Hunteburg bringen viele noch mit der Familie Dörfler in Verbindung, die ihn über Jahrzehnte betrieben und erfolgreich aufgebaut hatte. Im April 2016 eröffnete der neue Betreiber, die Servicehaus Stemwede gGmbH, unter dem neuen Namen Hunte-frische-Markt. 2018 wurde dann endgültig umgebaut und modernisiert. Neben dem etablierten Sortiment mit großem Getränkehandel und Frischfleischtheke gibt es zusätzliche attraktive Angebote für die Kunden. Ziel ist es, sowohl Waren als auch Dienstleistungen „unter einem Dach“ anzubieten – wie ein echter Marktplatz. Jung und Alt, jeder ist willkommen. Die Besonderheit des Hunte-frische-Marktes: Unter dem Leitgedanken der Inklusion arbeiten dort Menschen mit und ohne Behinderung zusammen – ohne Benachteiligung, mit identischer Bezahlung und mit der Verpflichtung zur Leistung. Das Team um Olga Bartel (Fachbereichsleiterin Handel) freut sich über viele Kunden, die nicht nur frische Lebensmittel kaufen möchten, sondern sich auch für funktionierende Inklusion interessieren.

01.07.2019 // Unser neues FLiO-Programm ist fertig!

Ab September starten die neuen Kurse in Bohmte, Preußisch Oldendorf, Lemförde, Lübbecke, Espelkamp und Rahden. Die Programmhefte werden gerade frisch gedruckt und bald verteilt. Schaut doch in der Zwischenzeit schon mal auf https://www.flio-lp.de/Unser-Programm/ vorbei, ob für euch auch etwas dabei ist! Wir freuen uns auf euch!

27.06.2019 // Wir sind Hunteburg!

Am Sonntag, den 30. Juni, ist wieder verkaufsoffener Sonntag in Hunteburg. Unter dem Motto „Wir sind Hunteburg!“ lädt die Werbegemeinschaft Hunteburg zum Einkaufen und Entdecken ein. Auch wir beteiligen uns mit dem Hunte frische Markt und nutzen die Gelegenheit sowohl den Markt als auch die Räumlichkeiten des neuen Kinderhauses Dümmerland allen Interessierten vorzustellen. Schon vor der eigentlichen Eröffnung des Kinderhauses bieten wir jeweils um 13, 15 und 17 Uhr mit Führungen durch das Kinderhaus und den Markt einen Blick hinter die Kulissen. Aktionen für Kinder runden unser Programm ab.
Also kommt vorbei!

12.06.2019 // Rahdener Sommertage: Wir sind dabei!

Vom 15. - 16. Juni finden die Rahdener Sommertage statt - In diesem Jahr erstmals mit einer kleinen Wirtschaftsmesse, auf der sich Unternehmen aus der Region vorstellen können. Auch wir sind bei den Sommertagen mit einem kleinen, aber feinen Stand vertreten und Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 18 Uhr vor Ort. Kommt vorbei und besucht uns! Die Wirtschaftsmesse findet auf dem Grotemeier-Parkplatz statt. Wir freuen uns auf euch!

28.05.2019 // Jetzt sind wir auf betterplace.org

Auf betterplace.org können sich Organisationen oder auch Privatpersonen registrieren und ihre
Spendenprojekte einstellen. Auch wir haben dort unser Projekt "Hilf uns Lebensperspektiven zu schaffen"
eingerichtet. Dort haben wir einzelne Bedarfe definiert, für die wir finanzielle Unterstützung brauchen.
So soll zum Beispiel für das Mutter-Kind-Haus in Dielingen der Garten neu gestaltet und mit Spielgeräten
ausgestattet werden, um ihn in eine echte Wohlfühloase zu verwandeln. 

Bitte helfen Sie uns, Lebensperspektiven zu schaffen!

Vielen Dank!

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

27.05.2019 // Aktion "Deckel drauf!" neigt sich dem Ende zu

Liebe Freunde des Projekts "Deckel drauf", Unterstützer und Sammler,

2013 war das Jahr, in dem alles begann. Auf der Rotary-Convention in Lissabon trafen sich – ganz zufällig – die späteren Gründer von „Deckel drauf“. Nach einem geselligen und sehr kreativen Abend wurde die Aktion „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ aus der Taufe gehoben. Nun geht es zu Ende. Bis zum 30. Juni 2019 wollen wir einen Endspurt hinlegen, bevor die Deckel-Aktion dann eingestellt wird.

Der Lebensperspektiven e.V. hat gemeinsam mit dem Rotary Club Stemwede-Dümmer bis heute gesamte 1.167.000 Deckel = 2100 Impfungen gesammelt. DANKESCHÖN noch einmal an alle Unterstützer und Freunde der runden, bunten kleinen Kunststoffdeckel für ein wunderbares Projekt!

25.04.2019 // Rückblick Osterfeier

Unsere Osterfeier am Ostersamstag rund um das Mutter-Kind-Haus in Haldem war ein großer Erfolg. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Pastor Michael Behning aus Dielingen mit einem kurzweiligen und kindgerechten Gottesdienst.

Kinder und Jugendliche der Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus gGmbH feierten mit Hüpfburg, Theateraufführung und kleineren Spiel- und Bastelangeboten.

Das Theaterstück wurde vom Theaterpädagogen Andy „little dead boy“ Dommen aus Dortmund begleitet. Das Wetter war großartig, die Stimmung dementsprechend auch und so verabschiedeten sich die zahlreichen Gäste vergnügt in die weiteren Osterfeierlichkeiten.

13.03.2019 // Kunstkurse mit Jutta Lange in den Osterferien

Die Osterferien stehen vor der Tür. Für Kinder ab 8 Jahren und Jugendliche hält die Künstlerin Jutta Lange ein kleines Ferienprogramm bereit: Malen und Zeichnen, was euch gefällt.

Montag, 08.04. bis Freitag 12.04.: täglich von 10-12 Uhr FLIO Bohmte.

Montag 15.04., 10-12 Uhr: FLIO Pr. Oldendorf

Dienstag 16.04., 10-12 Uhr: FLIO Pr. Oldendorf

Mittwoch 17.04., 10-12 Uhr: FLIO Espelkamp

Donnerstag 18.04., 17-19 Uhr: FLIO Espelkamp

Die Kursgebühr beträgt 5 Euro pro Treffen und ist vor Ort zu zahlen. Anmeldungen bitte unter flio@ampael.de


01.03.2019 // Betriebliches Gesundheitsmanagement: Mitarbeitergesundheit stärken!

Gesundheit, Motivation und Arbeitszufriedenheit sind Grundvoraussetzungen für gute Arbeit. Seit dem 01.02.2019 bieten wir unseren Mitarbeitern gesundheitsfördernde Maßnahmen an. Mit unserem Kooperationspartner Hansefit konnten wir bereits im ersten Monat 68 Mitarbeiter erreichen und zu einer Anmeldung motivieren. Die Hansefit GmbH & Co. KG bietet ein Firmenfitnessprogramm mit über 1.600 Verbundanlagen an. Der Vertrag wurde vom geschäftsführenden Vorstand Lothar Pannen und Herr Udo Willenborg (Vertrieb Hansefit) unterschrieben. Gemeinsam fit in die Zukunft! Mitarbeiter werden lohnt sich - Bewerbt euch jetzt unter bewerbung@lebensperspektiven-ev.de

Hier geht's zu unseren offenen Stellen.


Udo Willenborg (Vertrieb Hansefit) und Lothar Pannen (geschäftsführender Vorstand Lebensperspektiven e.V.) unterschrieben den Kooperationsvertrag in Haldem.


31.01.2019 // Pressetext

Übergabe eines Defibrillators an den „Hahme frische Markt“ in Haldem

Von Herzen: Energiehändler Fip unterstützt Lebensperspektiven e. V. mit lebensrettendem Gerät

Am 30. Januar 2019 um 10.30 Uhr fand die offizielle Übergabe eines Defibrillators an den „Hahme frische Markt“ in Stemwede-Haldem (Haldemer Straße 10) statt. Das lebensrettende Gerät wurde persönlich von Hendrik Fip, dem Geschäftsführer der Heinrich Fip GmbH & Co. KG aus Osnabrück an Lothar Pannen (geschäftsführender Vorstand des Lebensperspektiven e. V.) überreicht. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Stemwede, Kai Abruszat, war anwesend. Hier weiterlesen.


Das kommt von Herzen: Hendrik Fip (rechts) übergibt den Defibillator an Lothar Pannen (Mitte). Auch Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat (2.v.r.) freut sich über das lebensrettende Gerät. Olga Bartel (links, Fachbereichsleitung Handel) und Olga Heuermann (2.v.l., Geschäftsbereichsleitung Dienstleistungen) begleiteten die Übergabe.



08.01.2019 // Pressetext

Von Ostwestfalen nach Weißrussland – von Stemwede nach Gomel: Mitarbeiter des Lebensperspektiven e.V. sammeln 250 Euro für Patenkind Katja

Katja aus dem weißrussischen Gomel ist nun schon seit einigen Jahren das „Patenkind“ der Mitarbeiter des Stemweder Vereins „Lebensperspektiven“. Der Kontakt zu der inzwischen 15jährigen wurde über die Kirchengemeinde Diepholz hergestellt - Wilhelm Reessing aus Haldem kümmert sich seit Jahren ehrenamtlich sehr engagiert um das Wohl des Mädchens. Dazu gehören auch die Investitionen der jährlich gesammelten Spenden und die regelmäßigen Besuche. Außerdem hält er alle Interessierten über Katjas Entwicklung auf dem Laufenden. Das übernimmt Katja allerdings auch selbst, indem sie Briefe an den gemeinnützigen Verein schreibt, über sich erzählt und sich herzlich bedankt – beim Lesen ihrer Zeilen wird spürbar, wie sehr sie sich über die Unterstützung aus Stemwede freut. Hier weiterlesen


Bildunterschrift:

V.l.n.r. Tingpiao Wang und Anqi Tian (Austausch-Studentinnen aus China), Wilhelm Reessing, Olga Heuermann (Geschäftsbereichsleitung Dienstleistungen, Lebensperspektiven e. V.), Sozialpädagoge Thomas Ramm (Lebensperspektiven e. V.)



17.12.2018 // Mädchen und Jungen bestehen 8. Kyugrad Prüfung im Kickboxen




Adrian hebt die gepolsterten Fäuste und visiert seinen Gegner genau an - jetzt eine schnelle Drehung und ein gezielter Tritt mit dem Fuß… Doch der Andere weicht rechtzeitig zurück und wehrt den Angriff geschickt ab. Die beiden Jungen umkreisen sich hochkonzentriert und geschmeidig… Beide lauern auf die nächste Gelegenheit zum Angriff…

Hier weiterlesen.