Wohngruppe "Ausblick"

Unbegleitete minderjährige Ausländer

Unsere Ausrichtung

Bei der Wohngruppe "Ausblick" handelt es sich um ein Intensivtherapeutisches Angebot welches den Schwerpunkt auf die interkulturelle Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern legt. Für die Zielgruppe ist ein spezifisches Betreuungssetting erforderlich. 

Wir streben an, die Kinder und Jugendlichen möglichst früh nach Ankunft in unserer Einrichtung in die bestehenden Strukturen unseres Trägerverbundes einzubinden. Besonders wichtig in den ersten Wochen nach der Aufnahme der Jugendlichen ist es, die Kommunikation und Verständigung, verbal und non-verbal, zu verbessern und erste Schritte zur kulturellen und sozialen Integration einzuleiten. 

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage für unsere Arbeit ist das SGB VIII §§ 42 und 42a (Inobhutnahme durch das Jugendamt, vorläufige Inobhutnahme von unbegleiteten minderjähringen Ausländern).

Als Folgemaßnahmen können in Betracht kommen:

§ 34 SGB VIII Hilfe zur Erziehung durch Heimerziehung

§ 35 a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

§ 41 Hilfen für junge Volljährige

Methodische Ausrichtung

  • Emotionale Stabilisierung durch emphatische und unterstützende Beziehungsangebote
  • Stärkung und Mobilisierung der persönlichen Fähigkeiten
  • Erlernen bzw. Förderung der sprachlichen und schriftlichen Kompetenz
  • Strukturierung des Alltags und Vermittlung von Alltagskompetenzen
  • Integration in die sie umgebende, soziale Umwelt durch erlebnis- und sportpädagogische Angebote
  • Ressourcen- und lösungsorientierte Pädagogik und bei Bedarf Vermittlung in Therapie
  • Reflexion und Austausch der biografischen und der neuen Erfahrungen
  • Lebenshilfe in der eigenen und der fremden Kultur
  • Zusammenarbeit mit externen Fachkräften (multiprofessionelles Netzwerk)
  • Begleitung und Unterstützung im Asylverfahren in Kooperation mit dem federführenden Vormund

Grundleistungen

  • Anbahnungsphase und Aufnahmeverfahren
  • Clearing-Verfahren
  • Vernetzung mit anderen Hilfeangeboten
  • Erziehungs- und Hilfeplanung
  • Intensive Betreuung und Aufsicht
  • Förderung der kulturellen Integration
  • Gestaltung der Wohnatmosphäre
  • Alltägliche Versorgung
  • Freizeitgestaltung
  • Unterstützung bei der schulischen und beruflichen Integration durch federführenden Vormund
  • Persönlichkeitsentwicklung und Unterstützung bei der Identitätsfindung
  • Klärung finanzieller Fragen und aufenthaltsrechtlicher Ansprüche durch federführenden Vormund
  • Krisenbewältigung
  • Arbeit mit dem Herkunftssystem; sofern Kontakte vorhanden oder herstellbar sind
  • Umgang mit kindeswohlgefährdenden Situationen
  • Beschwerdemanagement und Partizipation
  • Aktivitäten im Hinblick auf die Zeit nach der Maßnahme
  • Klientenbezogene Verwaltungsleistungen

Zielgruppe

Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, welche im Rahmen ihrer Zuwanderung nach Deutschland durch das Jugendamt in Obhut genommen wurden und eine Betreuung und Unterbringung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten. 

Ich fühle mich wie ein Esel, der viele Lasten schleppen muss.

-- Junge, 13 Jahre aus Afghanistan

Ihr Ansprechpartner für dieses Angebot

Annika Juber

05474 - 204280
a.juber@hp-kinderhaus.de

Haldemer Str. 24
32351 Stemwede